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Medien machen aggressiv

Die Befürchtung, dass Heranwachsende aggressiv werden, wenn sie sich gewalthaltigen Fernsehsendungen, Kinofilmen oder Computerspielen zuwenden, ist weit verbreitet. Als Beleg gilt z.B. das medienbezogene Spielverhalten von Kindern. Dazu stellt Barthelmes fest: "Medienbezogene Spiele der Kinder werden aus Sicht der Erwachsenen meist als ,aggressiv' und ,gewalttätig' bezeichnet. [...] Doch in den medienbezogenen Abenteuer- und Actionspielen ist die Aggression in der Regel ,gespielt'." Aggressives Spielverhalten kann nicht einfach gleichgesetzt werden mit aggressiven Dispositionen, die in der Realität ausgelebt werden.

Aggressionen, ob sie nun körperlicher oder verbaler Art sind, werden vorwiegend durch soziale Konflikte ausgelöst, z.B. wenn ein Kind von einem Spiel ausgeschlossen wird oder ein Jugendlicher sich ungerecht behandelt fühlt. Die Ursachen für aggressives Verhalten liegen im Normalfall in den sozialen Bedingungen, unter denen Kinder bzw. Jugendliche aufwachsen. Medien sind in den wenigsten Fällen Auslöser.

Aber: Medien können als Verstärker fungieren und darin liegt ihr entscheidendes Wirkungspotential. Die Verstärkungsfunktion von Medien ist besorgniserregend, gerade wenn es um Gewalt geht. Dies gilt umso mehr, wenn Gewalt als probates Lösungsmittel für Konflikte oder als Möglichkeit, Macht zu erlangen, in verschiedenen medialen Kontexten propagiert wird, sei es im Kino-Action-Film, in der Fernsehserie, dem PC-Spiel, dem Comic oder in Videoclips.

Fragen werfen insbesondere auch gewalthaltige Angebote auf, in die Kinder und Jugendliche sich mit aktivem Handeln involvieren können, wie z.B. PC-Spiele in On- und Offline Varianten. Denn hier wird Gewalthandeln nicht nur betrachtet sondern selbst vollzogen, freilich im virtuellen Raum und nicht real – ein Unterschied, den man nicht vernachlässigen kann.

Die Mediennutzung wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst

Medien werden zu den verschiedensten Zeiten an den verschiedensten Orten genutzt, um unterschiedliche Bedürfnisse zu befriedigen: Mit dem Gameboy werden Wartezeiten überbrückt, mit Musik Stimmungen ausgelebt, mit dem Internet Hausaufgaben bewältigt. Welchen Medien sich Kinder und Jugendliche zuwenden und wie viel Zeit sie für bestimmte Medien aufwenden, ist nicht immer und nicht bei allen gleich. Beeinflusst wird die Mediennutzung v.a. von Alter und Geschlecht, vom sozialen und intellektuellen Anregungsmilieu, von den Interessen der Heranwachsenden und ihrer persönlichen Situation.

Das Fernsehen als Informationsquelle für Kinder

Kinder wollen Bescheid wissen
Kinder wollen sich zurechtfinden, wollen Bescheid wissen über die Welt, in der sie leben; hier sind auch Informationen gefragt, die über ihre eigene Erfahrungswelt hinausgehen. Danach suchen sie auch im Fernsehen. Sie wollen wissen, was an Wichtigem in der Welt passiert und sie versuchen, diese Informationen auf sich und ihr Leben zu beziehen. So überlegen sie z.B., ob die Tatsachen und Ereignisse, über die im Fernsehen berichtet werden, Auswirkungen auf ihr eigenes Leben haben könnten oder ob sie selbst schon Ähnliches erlebt haben.

Beispiel: Patrick auf Umwegen
Patrick (8) wohnt in einer ganz normalen ruhigen Wohngegend. Im Lokalfernsehen hat Patrick gesehen, dass in einer Straße, die wie eine in seiner Nachbarschaft aussieht, ein Kind verschwunden ist. Außerdem ist in dieser Straße einer seiner Schulfreunde schon einmal von einem Fremden angesprochen worden, ohne dass allerdings darüber hinaus irgendetwas passiert wäre, das Anlass zur Sorge geben würde. Dennoch vermeidet es Patrick seither, durch diese Straße zu gehen.

Beispiel: Melanie macht sich Sorgen
Melanie (10) hört in den Nachrichten, dass bei einem großen Automobilhersteller Leute entlassen werden. Ihre Mutter arbeitet auch in einem Automobilwerk. Sie fragt sich, ob ihre Mutter wohl auch arbeitslos wird. Was das bedeutet, hat sie bereits bei der Familie ihrer besten Freundin beobachtet.

Welche Sendungen nutzen Kinder zur Information?
Mit ihrem Informationssbedürfnis gehen Kinder im Prinzip auf alle Sendungen zu. Von solchen, die sie als besonders wirklichkeitsnah begreifen, erwarten sie dabei die zuverlässigsten Informationen.
Allerdings sehen Kinder Information im Fernsehen mit anderen Augen als Erwachsene:

  • In vielen Bereichen fehlt Kindern Wissen, um die Bedeutung der Bilder und Texte richtig zu erfassen.
Beispiel: Von der Entbindung in den Rollstuhl
Sabine (8) hat im Fernsehen gesehen, wie eine Frau nach der Entbindung in einem amerikanischen Krankenhaus mit dem neuen Baby im Rollstuhl sitzt. Sie bekommt demnächst ein Geschwisterchen und stellt sich jetzt vor, dass ihre Mutter nach der Entbindung schwer krank sein wird.
  • Es mangelt ihnen an Erfahrung, um einschätzen zu können, welche Informationen von Relevanz und welche nicht so wichtig sind, ob z.B. die Kapriolen im Leben Prominenter eine Bedeutung für unsere Gesellschaft oder das eigene Leben haben.
Beispiel: Rap-Stars wissen wo es langgeht
Dem 10-jährigen Paul ist wichtig, etwas über das Leben seiner Rapper-Stars zu erfahren oder auch über Michael Jackson. Denn er ist überzeugt, dass er daraus lernen kann, wie das Leben zu meistern ist.

welche Informationen sie persönlich betreffen könnten und welche nicht, ob es z.B. ein Erdbeben wie in der Türkei auch in Hamburg geben kann oder eine Überschwemmung auch im eigenen Ort.

  • Den Kindern fehlt es auch an Anhaltspunkten, in welchen Sendungen sie zuverlässige Informationen finden und welche mit Vorsicht zu genießen sind, ob z.B. das, was in den nachmittäglichen Talkshows zum Besten gegeben wird, wirklich der Wahrheit oder zumindest den gängigen Normen entspricht.

Inhaltliche Vorlieben von Heranwachsenden

Vorschulkinder bevorzugen Inhalte, in denen sie Bekanntes aus ihrem Alltag entdecken. Besonders beachten sie Themen, die sie auch in ihrem Leben beschäftigen. Ein entwicklungsbedingtes Thema dieser Altersstufe sind z.B. die ersten Selbständigkeitsbestrebungen, das "Selber-machen-wollen", wobei sie sich von älteren Kindern und Erwachsenen weder übermäßig helfen noch stören lassen möchten. Eng damit verknüpft ist die Durchsetzung gegenüber "den Großen". So zeigt eine Untersuchung zur Zeichentrickrezeption: "Im Vorschulalter sind Kinder besonders aufmerksam für Beziehungskonstellationen, in denen große und kleine Figuren mit- und gegeneinander agieren. [...] Wenn sich die Kleinen durchsetzen, bereitet das besonderes Vergnügen. [...] In dieser Aufmerksamkeitsrichtung wird die reale Situation der jüngeren Kinder erkennbar, sind sie doch auch in der Wirklichkeit die Kleinen, die darum ringen, sich gegenüber den Älteren, den Stärkeren und den erwachsenen Autoritäten eine Position zu verschaffen." (Theunert 1996)

Auch Grundschulkinder schätzen Inhalte mit Bezügen zur eigenen Lebenswelt. Phantasie-, Tier- und Märchenfiguren verlieren im Verlauf des Grundschulalters an Attraktivität. So schätzen etwa 7- und 8-Jährige in Computerspielen Comic- und Tierrollen sowie "Rollen aus der Phantasie" noch mehr als ältere Kinder. Phantastische Elemente werden von den Älteren zwar nicht abgelehnt, es müssen jedoch Nähen zur wirklichen Welt, zu realistischen Fragen und Problemen auffindbar sein. Hinter dieser Vorliebe steht das Bedürfnis nach Orientierung und der Wunsch nach Modellen, die für die Ausformung des eigenen Selbst und für akzeptiertes Handeln hilfreich sein können. Wichtige entwicklungsbedingte Themen sind neben der weiterhin relevanten Durchsetzung gegen Ältere die Gestaltung von Beziehungen zu Gleichaltrigen und die Ausformung der Geschlechterrolle. Später kommen die Abgrenzung gegen Erwachsene und der Umgang mit Liebe und Sexualität hinzu. Nach Anregungen für den Umgang mit diesen Themen wird in den Medien gesucht, z.B. im Fernsehen gegen Ende des Grundschulalters in Daily Soaps und Comedyserien.

Neben dem Wunsch nach Orientierung wird die Auswahl der Medieninhalte bei älteren Kindern und Jugendlichen zunehmend von individuellen Interessen sowie von Einflüssen der Peergroup bestimmt. So kommen Hinweise auf Internetseiten an erster Stelle von Freunden.

Geschlecht

Jungen beschäftigen sich mit Spielkonsolen, Computer und Internet häufiger und ausgiebiger als Mädchen. Mädchen lesen mehr und hören lieber Hörkassetten als ihre männlichen Altersgenossen. So wenden sie sich auch mit zunehmendem Alter dem Radio etwas stärker zu (Wagner u.a. 2004). Außerdem nutzen sie das Handy intensiver als ihre Altersgenossen, vor allem die SMS-Funktion wird von weiblichen Jugendlichen häufiger genutzt als von männlichen (Döring 2005).

In diesem Zusammenhang spielt der Medienbesitz eine große Rolle: Zimmer von Jungen sind häufiger mit audiovisuellen Medien ausgestattet, vor allem mit Fernsehgeräten, DVD-Playern, Spielkonsolen, Computern und Internet. Bei den Mädchen sind Bücher und Handys dafür im persönlichen Besitz etwas stärker vertreten, und man trifft in ihren Zimmern eher auf eine HiFi-Anlage mit Radio bzw. CD-Player als bei Jungen (JIM 2004).

Klingeltöne, Call-in & Co: Risiken versteckter Werbeformen

Für die Fernsehsender sind Geschäfte mit Telefondiensten längst eine wichtige Einnahmequelle. Gerade in Programmen, für die sich auch Kinder und Jugendliche interessieren, finden sich "Call-In-" und "Votingsendungen" aller Art. So soll das Publikum bei "Deutschland sucht den Superstar" (RTL) für teures Geld die Besten küren oder in "Big Brother" (RTL 2) den unbeliebtesten Container-Bewohner per Anruf aus der Sendung werfen.

Auch Telefongewinnspiele sind bei den Sendern ein Renner. Ob simple Quizfragen oder andere Denkaufgaben: Mit einem kurzen Griff zum Telefon gibt es hohe Geld- und Sachpreise zu gewinnen; dass hinter den vermeintlichen Wahnsinns-Gelegenheiten immense Kosten lauern, ist nur im Kleingedruckten am unteren Bildschirmrand zu lesen. Mit solchen Angeboten werden Menschen vor dem Bildschirm verleitet, möglichst oft Nummern zu wählen, für die hohe Gebühren anfallen. Mit Neun Live lebt ein ganzer Sender von diesem fragwürdigen Konzept. Aber auch Musiksender wie MTV und VIVA bauen auf den schnellen Griff zum Hörer. Klingeltöne, Handylogos und -spiele per Anruf zu bestellen bzw. runter zu laden - beispielsweise zur Lieblingssendung - stößt gerade bei Heranwachsenden auf große Resonanz. Böse Überraschungen sind vorprogrammiert, denn über die Kosten wird meist nur im Kleingedruckten am unteren Bildschirmrand informiert.

Auf Dauer entpuppen sich derlei Zusatzdienste als wahre Kostenfalle, auch von der "Schuldenfalle Handy" ist immer häufiger zu hören. Für horrende Handy-Rechnungen ihrer Kinder haften die Eltern - nämlich dann, wenn die anfallenden Gebühren übers Taschengeld hinausgehen. Die Strategien der Anbieter zu durchschauen, fällt Kindern und Jugendlichen oftmals schwer. Umso wichtiger ist es, die undurchsichtigen Tricks der Abzocker zum Gesprächsthema zu machen. Das Telefonierverhalten (Handy, SMS, Internet) von Heranwachsenden sollte man im Auge behalten und ihnen deutlich machen, dass es den Anbietern nur um eines geht: kräftig abzukassieren.

Das Problem mit der "guten" Gewalt in Medien

Bestimmte Gewaltformen sind vor allem für jüngere Kinder schwer zu entschlüsseln. Eine dieser Gewaltformen ist die so genannte gerechtfertigte Gewalt, wie sie vor allem in Actionangeboten im Kino und im Fernsehen häufig anzutreffen ist, aber auch in Computerspielen. Mit "gerechtfertigter Gewalt" ist solches Gewalthandeln gemeint, das in der Regel von den "Guten" ausgeht und einen "guten Zweck" verfolgt. Die Konfliktlösung durch Gewaltanwendung wird nicht in Frage gestellt, es wird vielmehr vermittelt, dass diese notwendig ist.

Werden Kinder immer wieder in verschiedenen inhaltlichen Kontexten und in unterschiedlichen Medien wie Fernsehen und PC-Spielen mit diesem Muster von Gewalthandeln konfrontiert, kann dies dazu führen, dass sie ihre ethischen Vorstellungen daran orientieren und Gewalt auch im Alltag für richtig halten, so es sich denn um in ihren Augen "gerechtfertigte Gewalt" handelt.

Desorientierung und ein problematisches Weltbild der Heranwachsenden, in dem Gewalt als legitimes Mittel zur Durchsetzung von Interessen gilt, können Folgen sein. Um dem entgegenzuwirken, ist es notwendig, den Medienkonsum der Heranwachsenden zu begleiten und den einseitigen Medienvorgaben an der Wirklichkeit ausgerichtete Korrektive entgegenzusetzen, denn in der Wirklichkeit ist Gewalt immer ein Problem und kein Mittel der Wahl.

Die Orientierungsfunktion von Medien

Mit dem Schulalter beginnt für Kinder ein neuer Lebensabschnitt, der von der zunehmenden Erweiterung sozialer Räume geprägt ist. Das Zuhause und das unmittelbare Netz der Kleinkinderzeit verlieren an Bedeutung, erste selbstständige Schritte in die weitere Umgebung werden gewagt. Kinder sind in diesem Alter besonders neugierig, versuchen einen eigenen Weg in die "Welt" zu finden und sich darin eine Position zu erobern. Verbunden sind damit Fragen nach der eigenen Identität, nach gültigen normativen Vorgaben, nach sozialen und nach den geschlechtsspezifischen Rollen. Anregungen und Antworten auf diese Fragen werden in ihrer sozialen Umgebung gesucht, aber auch die Medien werden zur Orientierung herangezogen. Vor allem das Fernsehen, ihr liebstes Medium, hat einiges zu bieten: Es erlaubt einen Blick in unbekannte Welten, präsentiert fremde Menschen und Charaktere mit neuen Eigenschaften und Verhaltensweisen. Hier finden sie mithin eine breite Palette von Möglichkeiten, ihre eigenen Erfahrungen und Erlebnisse zu überprüfen, ihr eigenes Verhalten und das von Personen ihrer Umgebung zu vergleichen. Sie finden zudem neue, ihnen bisher unbekannte Verhaltensmuster, Werte und Normen; auch deren Tauglichkeit schätzen sie ein.
Die wichtigsten Bereiche, nach denen Kinder in den Angeboten des Fernsehens - aber auch in anderen Medien - Ausschau halten, systematisiert dieses Schaubild:




Erstens suchen Kinder Anregungen für den Umgang mit entwicklungsbedingten Themen. Diese hängen vor allem mit dem Großwerden zusammen, zum Beispiel mit zunehmenden Anforderungen an Selbstständigkeit, Rationalität und Kontrolle von Emotionen. Und sie betreffen die Ausformung von Geschlechterrollen, also die Frage, wie Mädchen und Jungen, Männer und Frauen aussehen und sich verhalten.
Beispiel: Der 6-jährige Kai ist er jüngste von drei Geschwistern. Er fühlt sich von den "Großen" oft ungerecht behandelt, regelrecht unterdrückt. Kais Thema, sich in der Familiengemeinschaft zu behaupten, findet eine Entsprechung in seinen Fernsehvorlieben: Er liebt kämpferische Helden von Zeichentrickserien wie ‚Batman', der sich von nichts und niemanden ins Bockshorn jagen lässt.

Zweitens erhoffen sich Kinder Hinweise für die Bewältigung aktueller Problemlagen. Diese resultieren aus den Lebenssituationen und sind entsprechend von Kind zu Kind verschieden. Sie können sich zum Beispiel aus familiären Problemen ergeben, oder mit der Gleichaltrigengruppe zusammenhängen, mit Schwierigkeiten in der Schule, mit Freundschaften u.ä.m.
Beispiel: Lisa (9 Jahre) hat Probleme in der Schule. Sie fühlt sich von ihren Mitschülerinnen ausgegrenzt und weiß nicht, wie sie sich verhalten soll. In Soaps wie "Marienhof" oder "Verbotene Liebe" sucht sie nach Hinweisen darauf, wie man bei Gleichaltrigen auftritt und aus dem Außenseiterdasein herauskommen kann.

Drittens suchen Kinder Anregungen für die Ausformung ethisch-normativer Orientierung. Oft in Zusammenhang mit entwicklungsbedingten und aktuellen Themen sind Kinder dabei, ihr Werte- und Normengefüge zu komplettieren. Die Fragen, die sich ihnen stellen, richten sich beispielsweise nach dem Umgang mit Konflikten, oder die Durchsetzung eigener Interessen oder auch auf Verhaltensweisen gegenüber Menschen und Situationen, die ihnen fremd sind.
Beispiel: Nadine (12) schaut sich im Fernsehen am liebsten Spielfilme an. Ihr aktueller Lieblingsfilm ist "Gilbert Grape". Sie schwärmt für den Schauspieler Johnny Depp, der die Titelrolle spielt. Vor allem ist sie fasziniert wie Gilbert sich um seinen behinderten kleinen Bruder kümmert. Das Engagement für andere Menschen ist ein Thema, das Nadine gerade besonders bewegt.

Viertens halten Kinder Ausschau nach personalen Vorbildern, denen sie nacheifern können. Die Suche erstreckt sich auf äußere Merkmale wie Aussehen, Outfit und Lebensstil, aber auch auf Eigenschaften und Verhaltensweisen.
Beispiel: Für den 7-jährigen Hannes ist Bart Simpson der Größte. Die Zeichentrickfigur ist frech, clever und ziemlich schlecht in der Schule. Trotzdem lässt sich Bart nicht unterkriegen und hat immer einen flotten Spruch auf den Lippen. So schlagfertig, gewitzt und "cool" wäre Hannes auch gern.

Beispiele aktiver Medienarbeit mit Kindern und Jugendlichen

Medienarbeit mit Heranwachsenden muss sich an den Bedürfnissen und altersbedingten Verstehensfähigkeiten der jeweiligen Zielgruppe orientieren. Dazu ist es notwendig, die emotionalen und kognitiven Entwicklungsstufen der jeweiligen Altersgruppe zu kennen und sich auf deren Sichtweisen, Wünsche und Erwartungen einzulassen.

Unter welchen Bedingungen und mit welchen Methoden aktive Medienarbeit mit Heranwachsenden sinnvoll ist, lässt sich nicht verallgemeinern. Je nach Alter, Medienerfahrung und sozialem Kontext, müssen Konzepte und Methoden entwickelt werden. Hier einige exemplarische Beispiele aktiver Medienarbeit mit Kindern und Jugendlichen:


In eigener Regie
Das Förderprogramm für Jugendmediengruppen in Bayern
www.ineigenerregie.de/

Bilder vom Krieg
In diesem zweitägigen Projekt des Medienzentrum München (MZM) wird mit 8- bis 10jährigen Kindern eines Münchner Horts eine Collage zum Krieg erstellt. www.mzm.jff.de/projekte/bildervomkrieg/

Wassermusik
Grundschulkinder komponieren ihre eigene Wassermusik am Computer
www.mzm.jff.de/projekte/wassermusik/main.htm

Fernsehen von Kindern für Kinder

Portal für Filme, Foto- und Bildergeschichten, die von Kindern selbst gemacht wurden
www.isi-tv.de


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