Kindergarten

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Medien zerstören Kreativität und Fantasie


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Medien sind Geschichtenerzähler und Gefühlsproduzenten, Informanten und Meinungsmacher und v.a. liefern sie Bilder von der Welt: Bilder von Menschen, von fremden Ländern, von anderen Planeten ... Da bleibt - so wird vielfach und insbesondere für Heranwachsende befürchtet - kein Raum mehr, um sich selbst etwas vorzustellen, auszumalen oder zu Ende zu denken.

Heranwachsende sind dabei, sich die Welt zu erschließen und dazu ziehen sie Anregungen aus ihrer realen Umwelt ebenso heran wie aus den Medien. Ihre Eindrücke bzw. das, was sie für wichtig und brauchbar halten, setzen jüngere Kinder häufig spielerisch um. Im Spiel modeln sie die Vorgaben aus der Realität oder den Medien ihren Bedürfnissen entsprechend und mit viel Kreativität um. Entsprechendes gilt auch für ältere Kinder und Jugendliche, die die Medienvorgaben benutzen, um ihre eigenen Vorstellungen abzugleichen und ihre aktuellen Fragen daran abzuprüfen.

Die Wechselspiele zwischen der Realität und den Medienvorgaben sind kreative Akte, die Heranwachsende von klein auf vollführen und bei denen sie sich von ihren Entwicklungsaufgaben und aktuellen Problemlagen leiten lassen. Mit den Medienvorgaben und -bildern gehen viele dabei recht respektlos um. Allerdings gilt das nicht für alle und Bedenken sind angebracht, wenn Kinder und Jugendliche den Medien blind folgen, alles für bare Münze nehmen, was ihnen dort geboten wird oder gar den Medienvorgaben nachzueifern suchen. Dann nämlich ordnen sie sich den Medien unter und die eigene Fantasie und Kreativität finden keine Ansatzpunkte, um sich zu entfalten. Demgegenüber stehen die Möglichkeiten von Medien, der eigenen Fantasie Ausdruck zu verleihen: Sei es mit multimedialen Anwendungen von Zeichenprogrammen über Fotostorys bis hin zur eigenen Gestaltung von eigenen Websites.

Kinder als Zielgruppe von Werbung


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Kinder und Jugendliche sind geschätzte Konsumenten, die sowohl über eigenes Geld verfügen als auch die Kaufentscheidungen der Erwachsenen beeinflussen. Sie stellen ein attraktives Marktsegment dar, für das systematisch produziert und das planvoll umworben wird. Dabei bemüht sich die Werbewirtschaft nicht nur darum, den Heranwachsenden Erzeugnisse für deren eigenen Bedarf schmackhaft zu machen, sondern sie versucht auch, Kinder und Jugendliche frühzeitig an Markenprodukte für Erwachsene zu binden.
Auch wenn gesetzliche Regelungen z.B. im Fernsehen bestimmte Werbeformen, etwa Unterbrecherwerbung oder Einkaufssendungen, aus dem Kinderprogramm verbannen (Hoffmann-Riem / Engels 1995), wird noch jede Menge Werbung an die Kinder bzw. Jugendlichen gebracht. In die Werbung wird viel Geld investiert, und sie wird gezielt auch auf Kinder und Jugendliche zugeschnitten. So kommt eine qualitative Produktanalyse (Aufenanger 1997) von Fernsehwerbespots für Kinder zu folgendem Schluss:

"Die Produkte werden häufig so angepriesen, als ob sie eine hohe Bedeutung für die kindliche Lebenswelt haben. Sie (...) bieten sich damit als Identifikations- und Projektionsfläche für kindliche Problembewältigung an. Der Kauf des Produktes garantiert scheinbar die Lösung des Problems. Auch wenn Kinder in (...) Werbespots die Hauptrolle spielen, so sind sie letztendlich Staffage. Eigentlicher Protagonist ist doch immer das Produkt."

Eine Besonderheit des Werbemarktes für Kinder ist das so genannte Merchandising. Darunter versteht man die weitergehende Vermarktung von Kino- und Fernsehfiguren in anderen Medien (etwa Zeitschrift, Hörkassette, CD, Buch oder Video), als Spielzeug oder als Konsumartikel. So verzieren z.B. "die Maus" und "der Elefant" die Kinderzimmertapete, das gelb-schwarze "Tigerenten-Muster" das Kinderfahrrad, während "Käpt'n Blaubär" als Plüschtier zu haben ist. Kindern sind diese Artikel wichtigund sie umgeben sich gern mit diesen Produkten, weil sie ihre Heldinnen und Helden in greifbare Nähe bringen. Damit geht die Werbestrategie voll auf.

Kleine Kinder durchschauen Werbung nicht


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Erwachsene erkennen Werbung und wissen, dass sie dazu dient, den Verkauf von Produkten anzukurbeln, dass sie Waren bekannt machen, anpreisen und mit positiven Werten verbinden soll, dass sie Wünsche wecken und deren Befriedigung durch Produkte in Aussicht stellen will. Erwachsene wissen, dass es nicht von der Zigarettenmarke abhängt, wer ein lässiger Typ ist, und dass auch das Spülmittel nicht den Ausschlag gibt, ob "es mit dem Nachbarn klappt"; und kaufen dennoch lieber den aus der Werbung vertrauten Hochglanzartikel als das billigere No-Name-Produkt. Erwachsene haben durch ihr Wissen über Werbung die Chance, sich mit Werbung und ihrer Wirkung kritisch auseinander zu setzen - sofern sie es wollen.

Dieses Wissen bzw. diese Werbekompetenz fehlt Vorschulkindern noch weitgehend. Zwar kennen die meisten Vorschulkinder den Begriff "Werbung", doch eine Untersuchung von Lampert (2000) zeigt anschaulich, dass sie damit ganz Unterschiedlichesverbinden:

"So verwenden einige (Kinder) das Wort Werbung synonym für die im Fernsehen beworbenen Produkte. Werbung informiere über günstige Angebote und zeige vor allem ‚tolle' und ‚schöne' Dinge, aber auch Falsches, natürlich mit Ausnahme der Werbung für das Lieblingsspielzeug. Für einzelne Kinder bedeutet Werbung, ‚dass man ganz viel Geld ausgeben muss', für andere dient sie hauptsächlich als Pause für die Schauspieler zwischen zwei Filmen. Von Kindern mit wenig Werbeerfahrung wurde Werbung mit Nachrichten bzw. Sendungen für Erwachsene gleichgesetzt oder als wesentliches Merkmal hervorgehoben, dass Werbung etwas ‚mit Rauchen' zu tun habe."

Viele Vorschulkinder können Werbespots im Fernsehen noch nicht vom eigentlichen Fernsehprogramm unterscheiden (von Ploetz 1999). Noch schwieriger ist es für sie, Werbung als solche zu erkennen, wenn Figuren oder Personen in der Werbung vorkommen, die sie bereits aus Fernsehsendungen kennen. Für Vorschulkinder ist oft nicht offensichtlich, was Werbung will. Daher haben sie keinen Anlass, an der Glaubwürdigkeit der positiven Produktdarstellung zu zweifeln. So glauben in einer Studie von Ploetz (1999) 53% der befragten Kindergartenkinder, dass stimmt, was in der Werbung gezeigt wird. Selbst ältere Kinder erkennen Fernsehwerbung nicht immer. Dies gilt etwa, wenn Werbung nicht deutlich vom Programm getrennt, sondern geschickt in eine Sendung eingeflochten wird, wie z.B. Dauerwerbesendungen, die in Form von Spielshows daherkommen und dem Zweck dienen, die möglichen Sachpreise unter Erwähnung von Markennamen in ihren Vorzügen ausführlich anzupreisen. Die Werbekompetenz wird jedoch mit zunehmenden Alter größer.

Gestalterische Vorlieben von Heranwachsenden


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Dem Verständnis von Vorschulkindern kommen knappe Geschichten oder Episoden, eine chronologische Handlung und langsame Schnitt- und Szenenfolgen entgegen. Im Fernsehen gefallen den Vorschulkindern daher Formate mit kurzen in sich geschlossenen Einheiten. Das finden sie z.B. in Kindermagazinen und Zeichentrickserien. Hilfreich sind außerdem aufmerksamkeitssteuernde Hinweise, wie Bewegungs- und Geräuscheffekte. Auch im Hörspiel können unterhaltende und spannungssteigernde Elemente wie Musik und Geräusch die Konzentration auf die Geschichte befördern.

Den geistigen Fähigkeiten und dem Unterhaltungsbedürfnis von Grundschulkindern entsprechen im Fernsehen z.B. temporeiche Schnitt- und Szenenfolgen. In Computerspielen finden jüngere Grundschulkinder Gefallen an viel Bewegung auf dem Bildschirm, einer comichaften Grafik und witzigen Geräuschen. Je älter die Kinder, desto mehr achten sie außerdem auf die Dialoge und verstehen Sprachwitz und Wortspiele.

Im weiteren Altersverlauf werden die Heranwachsenden anspruchsvoller und kritischer, achten immer mehr auf Machart und Stimmigkeit von Medienprodukten. Bei interaktiven Medien kommen höhere Ansprüche an den Anwendungskomfort hinzu. Je älter die Kinder, desto mehr Wert legen sie z.B. bei Computerspielen auf Speichermöglichkeiten.

Die gestalterischen Vorlieben sind besonders im Jugendalter aktuellen Trends und dem Einfluss der Peergroup unterworfen und können auch der Zuordnung zu bestimmten Jugendszenen dienen.

Die Vorbildfunktion von Eltern


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"Fernseherziehung in der Familie muss ebenso wie im Kindergarten oder in der Schule heißen: Kindern sollte ein kompetenter, selbstbestimmter und kritischer Umgang mit dem Fernsehen ermöglicht und vermittelt werden. Dabei sollte ihnen soviel selbständige Erfahrung wie möglich gestattet werden. Kontrollierend sollte dann eingeschritten werden, wenn Kinder die Folgen ihres Medienhandelns nicht überschauen können. [...]
Angemessene Fernseherziehung in der Familie muss verschiedenen Bedingungen genügen. Zu diesen Bedingungen gehört, dass in der Fernseherziehung nach den gleichen Prinzipien verfahren wird, wie in allen anderen Erziehungsfragen. Dies bedeutet etwa, den Kindern im Umgang mit dem Fernsehen genauso viel Eigenständigkeit zuzutrauen, wie im Umgang mit ihrem Taschengeld. Weiterhin ist es wichtig, die Vorstellungen zur Fernseherziehung dem jeweiligen Entwicklungsstand der Kinder anzupassen. Älteren Kindern kann und muss ein kompetenterer Umgang mit dem Fernsehangebot unterstellt werden als jüngeren. Um zu wissen, was man den eigenen Kindern zutrauen kann, muss man ihre Fähigkeiten und Fertigkeiten gut kennen. So kann es sein, dass im gleichen Alter das eine Kind problemlos mit angstauslösenden Szenen im Fernsehen umgeht, indem es wegguckt oder das Fernsehen abbricht, während das andere Kind gebannt die entsprechenden Szenen verfolgt, sich nicht davon lösen, dann aber nachts vor Angst nicht schlafen kann.
[...] Medienerziehung kann wie Erziehung allgemein nicht nach Rezepten durchgeführt werden. So kann etwa die Frage, wie viel Fernsehen für Vorschulkinder vertretbar ist, nicht mit Angaben von Minuten beantwortet werden. Jede Familie muss dazu ein eigenes Maß finden, welches im Einklang mit anderen Regelungen steht. Ist das Familienklima offen und auf die Förderung von Selbstständigkeit der Kinder ausgerichtet, kann man ihnen gelegentlich auch mehr Fernsehkonsum erlauben. Weiterhin ist ein flexibler, aber nicht beliebiger Umgang mit Regeln wichtig. Die kindlichen Bedürfnisse und die familiäre Situation sollen Gewähren und Verbot von Medienangeboten bestimmen. Nicht immer muss in einer Phase intensiven Fernsehkonsums bei Kindern die Gefahr der sozialen Isolierung oder der einseitigen Beeinflussung gesehen werden. In einer Familie mit offenen Regeln wechseln diese Phasen mit Phasen intensiver Nutzung anderer Dinge ab. Erst wenn das Fernsehen zum ein und alles wird und andere Aktivitäten vernachlässigt werden, sollte eingegriffen werden. Zudem ist der Umgang der Kinder mit dem Fernsehen fast immer durch das Vorbild bestimmt, welches die Eltern ihren Kindern geben. In dieser Hinsicht ist die sinnvolle Nutzung von Medien durch die Eltern die beste Fernseherziehung in der Familie."

Das Wichtigste zusammengefasst:

  • Fernseherziehung in der Familie soll zu einem selbstbestimmten und kritischen Umgang der Heranwachsenden mit dem Medium Fernsehen führen.
  • Dies kann nicht durch Patentrezepte erreicht werden.
  • Eine Erfolg versprechende Fernseherziehung in der Familie muss die Vorlieben und die Meinung der Kinder mit berücksichtigen.
  • Die Eltern sind auch beim Medienkonsum Vorbild für den Nachwuchs und sollten entsprechend ihre eigenen Gewohnheiten kritisch prüfen.

Alter


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Je jünger die Heranwachsenden sind, desto mehr hängt ihre Mediennutzung von den Eltern ab. Diese bestimmen, zu welchen Medienangeboten Klein- und Vorschulkinder und größtenteils auch noch Kinder bis Mitte des Grundschulalters Zugang haben. Gegen Ende des Grundschulalters wird dem Nachwuchs dann zunehmend mehr Selbstständigkeit und Freiheit in Bezug auf die Mediennutzung zugestanden (KIM 2003).

Die Zeit, die täglich für Medien aufgewandt wird, nimmt im Altersverlauf zu. Während die durchschnittliche Mediennutzung von Vorschulkindern – ob nun nebenbei oder mit voller Aufmerksamkeit – sich auf zweidreiviertel Stunden am Tag beläuft (Feierabend/Mohr 2004), schätzen die Eltern von 6- bis 13-Jährigen die tägliche Mediennutzung auf durchschnittlich vier Stunden (KIM 2003). Das Fernsehen ist nach wie vor das Medium, das bei Kindern ganz obenan steht. Das Radio ist das am zweithäufigsten genutzte Medium.

Auch bei 9- bis 19-Jährigen lässt sich ein Zuwachs in der Mediennutzung nachvollziehen. Mit zunehmendem Alter geben immer mehr Heranwachsende an, dass sie Fernsehen und weitere audiovisuelle Medien sowie Radio und andere Musik- und Hörmedien "oft" nutzen (Wagner u.a. 2004). Besonders die Computer- und Internetnutzung gewinnt an Gewicht. Sagen von den 9- und 10-Jährigen 45%, dass sie das Internet "oft" nutzen, so sind es schließlich 94% der 17- bis 19-Jährigen. Die Spielkonsole wird mit zunehmendem Alter dagegen von immer weniger Heranwachsenden "oft“ genutzt (73% der 9- und 10-Jährigen und nur noch 35% der 17- bis 19-Jährigen).

  • Die subjektiv wichtigsten Medien in der Altersgruppe der 9- bis 19-Jährigen sind Musik- und Hörmedien, gefolgt von Fernsehen und Computer. Die Bedeutung, die dem Fernsehen im Medienensemble zugeschrieben wird, nimmt im Altersverlauf ab. Vor allem das Internet gewinnt dagegen an Wichtigkeit (Wagner u.a. 2004).
  • Je älter die Mädchen und Jungen werden, umso stärker nutzen sie Computer und Internet. Während der Computer zunächst fast ausschließlich zum Spielen dient, schätzen ihn die älteren Jugendlichen mehr und mehr auch als "Arbeitsmedium", zum Beispiel für die Erledigung von Hausaufgaben, zum Vorbereiten von Referaten usw. Außerdem wird das Internet von den Älteren zunehmend als Kommunikationsmittel benutzt: zum E-Mailing, um zu chatten, sich über Stars auszutauschen usw. (Wagner u.a. 2004).
  • Auch die Intensität der Handynutzung steigt, je älter die Jugendlichen sind, zieht man die monatlichen Nutzungsgebühren als Indikator dafür heran. Betrugen sie im Jahr 2004 bei 12- und 13-Jährigen im Durchschnitt knapp 15 Euro, so standen bei 16- und 17-Jährigen bereits gut 20 Euro auf der Abrechnung und bei 18- und 19-Jährigen sogar mehr als 27 Euro (JIM 2004).

Darüber hinaus sind die medienbezogenen Fähigkeiten, die individuellen Medienerfahrungen und die Medienkompetenz von Bedeutung für die Mediennutzung. Die Ausformung der medienbezogenen Fähigkeiten wird durch die Förderung von Medienkompetenz unterstützt. Dies geschieht vor allem gezielt durch Medienerziehung, oft aber auch beiläufig, z.B. wenn Kinder gemeinsam mit Eltern, älteren Geschwistern oder Gleichaltrigen Medien nutzen und von deren Kenntnissen profitieren können. So lassen sich Grundschulkinder den Umgang mit dem Computer vor allem von Eltern, Freunden und Geschwistern zeigen. Den Umgang mit Computerspielen lernen Kinder auf zwei Wegen: zum einen, indem sie sich von Gleichaltrigen zeigen lassen, was zu tun ist, zum anderen durch Versuch und Irrtum. Auch die Medienerfahrungen, die im Verlauf des Heranwachsens gesammelt werden, begünstigen also die Weiterentwicklung des Medienwissens und -verständnisses.

Mediale Freizeitbeschäftigungen stehen an zweiter Stelle


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Fragt man Kinder danach, wie sie ihre Freizeit am liebsten verbringen, so lautet die Antwort: "mit Freunden!" Mit Gleichaltrigen etwas zu unternehmen, ist in allen Altersgruppen die präferierte Freizeitbeschäftigung. Medien stehen aber bei den Kindern ebenfalls hoch im Kurs. Den ersten Platz belegt dabei immer noch das Fernsehen. Mehr und mehr gewinnt die Beschäftigung mit dem Computer an Bedeutung. Im Jugendalter sind darüber hinaus Musikmedien besonders von Belang.
Im Alltag der Vorschulkinder rangieren Medien unter "ferner liefen": Drinnen oder draußen Spielen sowie Malen und Basteln sind ihre häufigsten Freizeitbeschäftigungen. Je älter die Vorschulkinder, desto mehr Raum nehmen die sozialen Kontakte zu Gleichaltrigen ein. Die liebste Freizeitbeschäftigung der 6- bis 13-Jährigen ist "Freunde treffen"; das gilt sowohl für die Mädchen als auch für die Jungen. Auf den Plätzen zwei und drei stehen "Draußen spielen" und "Fernsehen". Dass die Medien trotzdem einen hohen Stellenwert für die Kinder haben, wird daran deutlich, dass auf den ersten zehn Rängen ihrer liebsten Freizeitbeschäftigungen drei Mal mediale Tätigkeiten auftauchen: Fernsehen, Computer und Musikmedien nutzen.
Auch bei Jugendlichen sind mediale Freizeitaktivitäten von großer Bedeutung. Zwar sehen fast alle Mädchen und Jungen im Alter von 12- bis 19-Jahren täglich oder zumindest mehrmals in der Woche fern und hören CDs oder Musikkassetten. Über zwei Drittel schalten täglich bzw. mehrmals pro Woche das Radio an. Ähnlich viele beschäftigen sich entsprechend häufig mit dem Computer und gut die Hälfte der Jugendlichen geht mehrmals wöchentlich ins Internet (JIM 2004). Dennoch sind den Jugendlichen Beziehungen zu Freunden und gemeinsame Aktivitäten wichtiger als die mediale Freizeit (Barthelmes/Sander 2001).

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