5.3 Geht's etwas leiser? - Schädigung durch Lärm

Im Gegensatz zu den Naturvölkern hört der Mensch in der westlichen Zivilisation mit zunehmendem Alter immer schlechter, da sein Gehör permanenten Geräuschbelastungen ausgesetzt ist. Daran haben auch die Medien, vor allem die Musikmedien (Stereoanlage, Walkman, iPod und MP3-Player) ihren Anteil.

Arbeitsmediziner stellten fest, dass die Hörfähigkeit bei einem menschlichen Ohr, das zehn Jahre einem Geräuschpegel um 90 dB (z.B. Auto im Straßenverkehr) über mehrere Stunden am Tag ausgesetzt ist, deutlich vermindert ist. Ein Mensch verkraftet einen Lautstärkepegel von 95 dB etwa 3 bis 4 Stunden pro Woche, ohne dass sein Gehör Schaden nimmt. Zehn Prozent der 11- bis 17-Jährigen stellen ihre Ohrhörer auf 90-100 dB und mehr ein. Zehn Prozent der 13- bis 19-Jährigen hören mindestens drei Stunden am Tag Musik in dieser Lautstärke. Bei niedrigerer Schulbildung nimmt der Anteil zu.

Da das Innenohr sich noch in der Wachstumsphase befindet, ist die Gefahr einer dauerhaften Hörschädigung durch lautes Musikhören umso größer, je jünger das Kind ist. Diese Hörschädigung verläuft schleichend und wird von den Betroffenen bzw. den Menschen in ihrem näheren Umfeld erst spät bemerkt.

TIPPS:

  • Wenn Heranwachsende mal so richtig aufdrehen, so ist daran nichts auszusetzen. Dies sollte nur kein Dauerzustand sein, denn das Ohr braucht Zeit, um sich von dieser Beanspruchung zu erholen,

  • Besonders wenn über Kopfhörer Musik gehört wird, wie bei MP3-Player, iPod, Walkman und Co. üblich, sollte darauf geachtet werden, nicht zu laut aufzudrehen.