... wenn Medien krank machen

Heranwachsende sitzen oft stundenlang nahezu unbeweglich vor dem Fernsehapparat oder Computer und starren gebannt auf den Bildschirm ... Kinder- und Jugendärzte stellen schon früh Haltungsschäden fest ... Junge Mädchen erliegen durch Vorbilder in den Medien dem Schlankheitswahn oder verfallen in Depression, wenn sie dem Schönheitsideal der Medien nicht entsprechen ...
Besorgte Eltern vermuten, dass Haltungsschäden oder psychosomatische Erscheinungen wie Magersucht heute mehr denn je auf den problematischen Medienkonsum der Heranwachsenden zurückzuführen sind.
Die Sorgen sind nicht unberechtigt. Besonders Heranwachsende, die mit wenig Anregung durch Familie, Freunde usw. aufwachsen, versuchen die Defizite mit den Medien auszugleichen. Da die Rezeption audiovisueller Medienangebote (Fernsehsendungen, Computerspiele, Internet ...) keine verschiedenen Bewegungsabläufe erforderlich macht, werden körperliche Schäden durch einseitige Belastungen begünstigt. Außerdem können mediale Botschaften (etwa problematische Schönheitsideale) umso entscheidenderen Einfluss auf Heranwachsende nehmen, je weniger Korrektive die reale Umwelt (Familie, Freunde, Schule) bietet.