3.6 Die mediale Gewaltschwelle ändert sich

Neuere Untersuchungen weisen darauf hin, dass die mediale Gewaltschwelle der Heranwachsenden von Generation zu Generation höher gesetzt wird. Das ist wenig verwunderlich, wenn man sich z.B. das Fernsehangebot mit seinen unzähligen Actionserien und den immer populärer und auch gewalthaltiger werdenden Eigenproduktionen der Sender, den TV-Movies, ansieht. Auch auf dem Markt der anderen audio-visuellen Medien - Internet, Computerspiele, Videos oder Kinofilme - sind gewalt- oder actionhaltige Inhalte, die meist mit Gewaltelementen verbunden sind, keine Seltenheit.

Eine Sonderstellung kommt dem Internet zu, da das weltumspannende Netz mit regionalen Kontrollinstanzen schwer zu reglementieren ist. Die Angebote im Internet stammen aus allen möglichen Ländern, in denen die Vorstellungen zum Jugendschutz sehr verschieden sind. So finden sich im Internet auch Gewaltdarstellungen, die die hierzulande üblichen Grenzen überschreiten. In Bezug auf das Internet wird stark auf die Kontrolle der Eltern gesetzt, die damit jedoch oft überfordert sind, weil der Nachwuchs sich besser auskennt als sie selbst. (siehe "Jugendmedienschutz")