1.7 Soziales Umfeld

Bei Klein- und Vorschulkindern spielt das Vorhandensein von Geschwistern eine Rolle: so ist z.B. ist die Mediennutzung deutlich umfangreicher, wenn es Geschwister gibt (Feierabend/Mohr 2004).

Den größten Einfluss auf die Mediennutzungsgewohnheiten von Kindern und Jugendlichen haben jedoch die Eltern. Was die Eltern vorleben, wird von den Kindern übernommen. Das gilt zum Beispiel für:

  • den Umfang der Mediennutzung: Vielsehende Eltern haben in aller Regel auch vielsehende Kinder (Kuchenbuch 2003).

  • die Wahl der genutzten Medien: Kinder, die sich zur Information Zeitungen oder Büchern zuwenden, haben dies meist bei ihren Eltern gesehen (Flimmo 2004).

Die Orientierung an den Eltern gilt jedoch nicht für die inhaltlichen Medienvorlieben. Hier entwickeln die Heranwachsenden sehr früh einen eigenen Geschmack.
Neben den Eltern werden mit Beginn der Pubertät für die Mediennutzung vor allem die Gleichaltrigen und die Freundesclique wichtig. Medien dienen Jugendlichen nicht zuletzt dazu, in ihrer Peer-group Gemeinsamkeit herzustellen und sich gleichzeitig von den Eltern bzw. Erwachsenen abzugrenzen.


Infobox

Literatur

Feierabend, Sabine; Mohr, Inge (2004) Mediennutzung von Klein- und Vorschulkindern. Ergebnisse aus der ARD/ZDF-Studie „Kinder und Medien 2003“. In: Media Perspektiven 9/2004, S 453-461

Flimmo Programmberatung für Eltern e.V. (Hrsg) (2004) Wissen von A bis Z. Flimmo Kinderbefragung. http://www.flimmo.de/downloads/BerichtWissen.pdf

Kuchenbuch, Katharina (2003) Die Fernsehnutzung von Kindern aus verschiedenen
Herkunftsmilieus. In: Media Perspektiven 1/2003, S 2-11